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Bangkok, Motivation, Arbeit, Weltreise, Reise, Reisen

Hrmpf. Ein Wort, das den heutigen Tag relativ präzise beschreibt – irgendwie war der Wurm drin. Sowas kommt vor. Schon beim Aufstehen hat man das Gefühl, dass man besser keine großen Erwartungen an die nächsten Stunden haben sollte, und sitzt der Gedanke erstmal fest, dann, Überraschung: Kommt es auch so. Ich nenne das gerne einen “gedanklichen Bias”: Denke ich daran, dass meine Laune schlecht wird, dann wird sie das auch. Natürlich, es gibt ja außer mir niemanden, der sie steuern kann – und wenn ich absichtlich ins Negative denke, tritt genau das ein. Eine schlechte Angewohnheit, die ich unbedingt loswerden sollte. Heute hat’s jedenfalls nicht geklappt und ich war (sehr zu Marcels Leidwesen) unglaublich miesepetrig. Aber warum eigentlich?

Den meisten Druck macht man sich selbst – auch auf Weltreise gilt: Ab und zu entspannen

Eines der Dinge, die man unterwegs lernt: Nicht jeder Tag muss ereignisreich sein. Seit wir auf Weltreise sind vergeht die Zeit unglaublich schnell, da unsere Tage mit vielen Erlebnissen und Aktionen gefüllt sind: Neue Länder und Städte entdecken, Flüge, Zug- und Autofahrten, Reiseplanung, Arbeiten. Während man zuhause ab und zu einmal einen Tag einlegt, an dem man nur faulenzt oder das Haus nur aus schlechtem Gewissen verlässt (klassische Sonntage) ist man auf Reisen beinahe immer auf Achse, aus Angst, etwas zu verpassen oder seine Zeit nicht ordentlich zu nutzen. Je länger man sich zwingt, trotz Unlust oder mangelnder Motivation dennoch auf große Tour zu gehen, desto ausgelaugter wird man. “Wir müssen aber noch” oder “Wollten wir nicht noch?” beginnen Sätze, die uns daran hindern, einfach mal einen Tag “blau” zu machen.

Ab und zu auch im Motivationstief: Tuk Tuk Fahrer, die auf ihren Fahrzeugen kleine Siestas einlegen. Richtig so!

Ab und zu auch im Motivationstief: Tuk Tuk Fahrer, die auf ihren Fahrzeugen kleine Siestas einlegen. Richtig so!

In diesem Fall gelten die gleichen Regeln wie zuhause: Es muss Tage geben, an denen bewusstes Nichts-Tun erlaubt ist. Quasi der Sonntag to go, an dem man die Dinge macht, die weder körperliche noch geistige Leistungen erfordern: Lesen, ein Nickerchen, einen Film schauen, eine Gesichtsmaske. Die Wichtigkeit für diese Auszeit für sich selbst gilt übrigens weltweit – wer (geistig und/oder körperlich) viel Arbeitet, der muss seine Batterien auch hin und wieder aufladen. “Hör doch auf”, mag man sich nun vielleicht denken, “ihr seid auf Reisen – da ist alles Auszeit!” Dem würde ich gerne widersprechen. Klar, wir sehen und erleben wunderbare Dinge, aber auch wir versuchen, unsere Tage maßgeblich mit Sinnvollem zu füllen – beispielsweise Artikel schreiben (Manja) oder die Webseite auf Trab halten (Marcel). Und darauf hat man manchmal einfach keine Lust.

Wie kommt man aus einem Motivationstief (langfristig) raus?

Das Wort “Motivationstief” impliziert, dass es auch ein “Motivationshoch” geben muss. “Boah”, meinte ich heute morgen zu Marcel, “ich hab’ gar keine Lust, ‘n Artikel zu schreiben”. “Dann lass es”, kommt die knappe Antwort. “Ja aber-“, setze ich an und werde sofort unterbrochen: “Was aber? Was passiert denn, wenn du heute keinen Artikel schreibst?” kontert Marcel. Ich halte die Luft an und überlege. Es gibt dann eben keinen neuen Artikel – für mich ein unangenehmes Gefühl, aber stirbt davon jemand? Natürlich nicht. “Wenn du keine Lust hast und trotzdem einen Artikel schreibst, was meinst du: Wird das dein bester Artikel? Oder überhaupt irgendwie so, dass er deine Ansprüche erfüllt?”, fährt Marcel fort, sieht mir meine Antwort schon an und beendet die Diskussion mit einem “Dann lass es einfach und schreib ihn morgen.” Es klingt so einfach – und eigentlich ist es das auch. Manchmal muss man einfach ein wenig locker lassen – etwas, das ich mir noch wünsche unterwegs zu lernen.

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