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Silvester, Neujahr, 2020, gute Vorsätze, Neujahrsvorsätze, Selbstliebe, Montage

Was soll eigentlich immer dieses “New Year, New Me”? Mal unter uns: Habe ich noch nie verstanden. Schaue an jedem 01.01. morgens in den Spiegel und bin immer noch ganz die Alte. Und außerdem, was wenn ich einen meiner guten Vorsätze für 2020 ganz einfach vergessen habe – muss ich ihn dann auf 2021 verschieben oder sogar auf die nächste Dekade warten? Ich hoffe nicht. An Silvester erwarten wir quasi Wunder: Ein ganz neues Leben, magische Gedankenumschwünge, mehr dies, mehr das. Alle Hoffnung auf positive Veränderung liegt auf diesem einen magischen Tageswechsel. Tatsächlich ist mein Gehirn immer völlig blank, wenn ich etwas “jetzt sofort” tun soll.

Alle Hoffnung auf positive Veränderung liegt auf diesem einen magischen Tageswechsel.

“Hast dir schon gute Vorsätze vorgenommen für nächstes Jahr? Also ich mach’ jetzt öfter Sport und streiche Zucker weitestgehend aus meinem Mahlzeiten-Plan. Wobei, nee: Nicht weitestgehend. Komplett”. Moment mal, das kenne ich doch irgendwoher. Stimmt ja – so oder so ähnlich sehen meine Chat-Verläufe auf WhatsApp oder Instagram kurz vor Neujahr meistens aus. Zwei Feststellungen: Erstens, wir sind nicht gerade innovativ geworden, was gute Vorsätze angeht. Und zweitens sehe ich besagte Texter um den 5./6. Januar rum oft auf der Couch sitzen. Inklusive Netflix und obligatorischem Snack-Paket. “Wollteste nicht mehr Sport und weniger Zucker machen?” frage ich und ernte ein “Mee, a mäschde Oche” (“Nee, ab nächster Woche” beziehungsweise im übertragenen Sinn soviel wie “Nee, doch keine Lust”). Da fragt man sich doch, wozu das Ganze überhaupt?

Silvester, Wunder, Magie

An Silvester sollen Wunder wahr werden – alle Hoffnungen auf positive Veränderungen werden auf einen Tag/eine Nacht gelegt. Warum eigentlich?

Warum Neujahrs-Vorsätze, wenn es auch Montage gibt, an denen man seine Vorhaben (nicht) umsetzen kann?

Die kleine Schwester vom Neujahrsvorsatz ist der Montag. “Ab Montag fängt mein neues Leben an” oder “Ab Montag stehe ich endlich früher auf” und andere Ausweichmanöver von Undisziplinierten hört man so übers Jahr hinweg. Ratet mal, wessen neues Leben NICHT an irgendeinem x-beliebigen Montag, den 16. Juni oder andere krumme Daten beginnt. “Sorry, verschlafen” kommt der Kollege stattdessen, damals noch in die Uni, gehuscht und lässt sich mit Tränensäcken dick wie Masthühner auf seinen Stuhl sacken. Ertappt grinst der und nuschelt “gibt ja noch’n paar Montage”. Der Mensch hat sich scheinbar zum Ziel gesetzt, vermeintlich persönlichkeitsoptimierende Vorhaben auf einen bestimmten Zeitpunkt zu schieben, der aus gesellschaftlichen Gründen irgendwie für “Neustart” steht: Das neue Jahr, die neue Woche, der neue Monat. Auch ich hatte mir vorgenommen, im neuen Jahr nicht mehr so viel zu meckern. Das klappte gut, bis Marcel mir auf den Schlappen trat und ein “kannste nicht mal ‘n Meter Abstand halten?” entgegen geschleudert bekam. Marcel grinst. “Ab Montag”, sage ich.

Tipp: Gute Vorsätze auf Monatsbasis umsetzen. Schritt für Schritt

Ich glaube, es ist der Wunsch nach Gleichzeitigkeit, der uns all unsere guten Vorsätze relativ schnell im Alltag verfließen lässt. Wie soll man auch mehr Sport UND gesünder Essen UND weniger meckern UND früher aufstehen UND mehr tun UND mehr Entspannen gleichzeitig gebacken bekommen? Ich bin mittlerweile großer Fan von Monats-Vorsätzen (Buchtipp: Gretchen Rubin, Channel-Tipp: Matt D’Avella!). Das sind quasi Neujahrs-Vorsätze in kleinen Häppchen: Ein Monat früher Aufstehen. Ein Monat kein Zucker. Ein Monat täglich Joggen. Und so weiter und so fort, gerne kann man die Vormonats-Erfolge dann auch in die neuen Monate übertragen. Aber es ist eben nicht so, dass man all seine guten Vorsätze und Versuche auf ein erfüllteres Leben über Nacht umgesetzt bekommt. Wie immer gilt: Das braucht Zeit.