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Sparen für die Weltreise: So kommst du zu genügend Geld, um durch die Welt zu reisen

Der Gedanke, auf Weltreise zu gehen, kann ganz spontan kommen – doch allein der Wunsch reicht leider nicht, die Reise muss auch finanziert werden. Das dauert oft leider länger, als du warten kannst, trotzdem gilt: Je früher du anfängst, auf deine Weltreise zu sparen, desto mehr Geld hast du zur Verfügung, um dein Abenteuer zu finanzieren. Eine “Unterm-Strich”-Rechung mit sämtlichen Kosten für eine Weltreise gibt es leider auch nicht, da die tatsächlichen Kosten von vielen unterschiedlichen Faktoren, wie beispielsweise Reiseland, Art der Unterkunft und Transportmittel und letztendlich natürlich von deinem individuellen Reisestil, abhängen. Daher gilt: Je früher du mit dem Sparen beginnst, desto besser kannst du dir alle Möglichkeiten und Variationen offenhalten.

Generelle Kosten: Hauptkostenquellen auf der Weltreise

Egal, ob du dich für einen gehobeneren Reisestil oder die günstige Variante entscheidest, drei Kostenquellen schlagen mit den höchsten Ausgaben zu Buche: Flüge oder alternative Transportmittel, Unterkünfte und Verpflegung. Vor allem Flug- und Unterkunftspreise unterliegen starken Schwankungen, häufig bedingt durch zeitliche und damit saisonale Variationen. Beispielsweise kann ein Flug von Frankfurt nach Bangkok in der Nebensaison mit um die 200 Euro sehr günstig sein, im August aber überdurchschnittliche 800 Euro kosten. Kurz: Reist du in der Hauptsaison – und die variiert natürlich nach Zielland – zahlst du in der Regel mehr. Dasselbe gilt entsprechend für die Preise deiner Unterkunft; die sich häufig in den Flugpreisen spiegeln. Was du planst, für deine Reise auszugeben und auf welchen Kosten du am Ende tatsächlich sitzenbleibst, hängt also von vielen teilweise nicht beeinflussbaren Faktoren ab.

Tipps zum Sparen für die Weltreise

Gleich zu Beginn ein erster Tipp, der das Problem der Hauptkostenquellen lösen kann: Sei so flexibel wie möglich, was deine Reiseziele angeht. Je häufiger du in der Nebensaison unterwegs bist, desto günstiger fällt deine Reise am Ende aus und desto mehr machst du aus deinem Gesparten. Hier erfährst du, wie du Geld sparen kannst, um dir deine Weltreise zu finanzieren.

1. Halte dir deine Träume vor Augen

Das klingt zunächst einmal sehr banal, ist aber mit das Wichtigste: Wovon träumst du? Reflektiert eine Weltreise deinen sehnlichsten Wunsch, hast du den Grundstein für die Finanzierung der Reise bereits gelegt. Nur, wer ein klares Ziel vor Augen hat, kann darauf hinarbeiten. Mit diesem Ziel – der Weltreise – vor Augen, hinterfrage nun jeden Einkauf, den du vorhast zu tätigen, bevor du den Geldschein oder die Kreditkarte guten Gewissens über die Theke reichst. Brauche ich das wirklich? Wäre es nicht sinnvoller, diesen Betrag beiseitezulegen und für meine Weltreise zu sparen? Brauche ich das vierte Paar weiße Sneaker überhaupt? Sind die Ruhe und Entspannung, die mich an den weißen Stränden Thailands oder Indonesiens erwarten, nicht viel wertvoller, als die neue Handtasche? Oft hilft es auch, den Betrag gegenzuzeichnen: Angenommen, das Paar Sneaker kostet um die 90 Euro. Das ist ein Inlandsflug inklusive Gepäck! Je öfter du dir solche Rechnungen im Stillen vorbetest, desto einfacher wird es, das Paar Schuhe im Laden zu lassen bzw. generell unnötige Käufe zu vermeiden und das Geld für deine Reise zu sparen.

2. Eröffne ein eigenes Weltreise-Konto

Tipp zwei geht Hand in Hand mit dem ersten Trick: Eröffne ein eigenes Konto, auf das du die gesparten Beträge direkt einzahlst. Natürlich musst du es nicht nur bei diesen Ersparnissen belassen, sondern kannst – und das empfehlen wir wärmstens – monatliche Beträge einzahlen, die du für die Reise dedizierst.

Lege immer am Anfang des Monats Geld für die Finanzierung deiner Weltreise zurück.

Sparst du zu Beginn des Monats, wenn das Konto quasi noch frisch gefüllt ist, kommst du nicht so leicht in Versuchung. “Ach, ich habe ja noch genug zur Verfügung, da kann ich gut und gerne etwas auf mein Reisekonto einzahlen” ist genau der richtige Gedanke. Am Besten, du legst dich auf einen festen Betrag fest, auf den du monatlich gerne verzichtest, um dir deine Weltreise zu ermöglichen. Diesen Betrag kannst du beispielsweise über einen Dauerauftrag zu Beginn des Monats automatisch von deinem Girokonto auf dein Sparkonto buchen lassen. Bereits nach kurzer Zeit kommst du deinem Traum, auf Weltreise zu gehen, auf diese Weise ein gutes Stück näher.

3. Schaue dich nach einem lukrativen Nebenjob um oder arbeite als Freelancer

Bist du bereits festangestellt, erübrigt sich dieser Punkt vermutlich aus steuerlichen Gründen. In diesem Fall könntest du dir überlegen, ob du eine Stelle als Freelancer annehmen kannst, um dir ein Taschengeld für deine Reise dazuzuverdienen – das muss aber unbedingt immer mit dem Chef abgesprochen werden. Für den Fall, dass du noch studierst: Suche dir einen lukrativen Nebenjob oder eine Freelance-Stelle in einem Unternehmen, die dich nicht ausbeuten möchten und im besten Fall ordentlich bezahlen. Von deiner Zeit beim Lernen in der Bibliothek (auch wenn das natürlich trotzdem sein muss) verdienst du wohl leider kein Geld, daher muss ein Nebenjob her, um das Weltreise-Konto zu befüllen. Geld verdienen neben dem Studium kannst du auf die unterschiedlichsten Arten: Als Freelancer in deinem individuellen Arbeitsbereich beispielsweise, in der Gastronomie, in einem Unternehmen. Achte darauf, dass das Studium nicht unter deiner Arbeit leidet und stelle sicher, dass die Konditionen stimmen. Anhand deines zusätzlichen Gehaltes kannst du nun erneut berechnen, welchen fixen Betrag du monatlich zurücklegen kannst. Du kannst auch einen Nebenjob in einem Unternehmen annehmen und – falls deine Zeit es erlaubt – kleinere Projekte in freier Mitarbeit bearbeiten, sodass du einen festen Betrag plus einen variablen Betrag beiseitelegen kannst.

4. Minimiere deine Fixkosten rechtzeitig durch langfristige Planung

Teurer Handyvertrag, Mitgliedschaft im Fitness-Studio, Amazon-Prime-Abo, Monatsmiete – Fixkosten, die monatlich automatisch vom Konto abgebucht werden und entsprechend in Vergessenheit geraden. Kümmere dich frühzeitig darum, diese Fixbeträge weitestgehend einzugrenzen. Informiere dich über die Kündigungsfrist deiner Wohnung, falls du diese aufgeben möchtest, lege deine Fitnessstudio-Mitgliedschaft auf Eis oder pausiere sie, und kündige deinen Handyvertrag rechtzeitig. Eine gute Option für letzteren ist es, so früh wie möglich auf einen monatlich kündbaren Prepaid-Vertrag umzusteigen. Den kannst du zunächst auf deine Bedürfnisse anpassen und kurz vor der Reise auf ein Minimum reduzieren, sodass du nur um die fünf Euro monatlich zahlst – für einen Vertrag, den du im Ausland nicht nutzen kannst. Erstelle dir eine Liste mit deinen aktuellen Fixkosten und überlege dir, welche davon du auch während deiner Weltreise laufen lassen musst, welche du sofort kündigen und damit Geld sparen kannst, und welche mit einer Kündigungsfrist einhergehen. Entsprechende Daten im Kalender markieren!

5. Haushaltsbestand minimieren und nicht benutzte (Luxus-)Güter beseitigen

Ein klassischer Fall von “zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen”: Ausmisten und dafür Geld bekommen. Je weniger an Hausrat vor deiner Weltreise übrig bleibt, desto weniger muss in Kisten gepackt und eingelagert werden – ein weiterer Pluspunkt. Oft finden sich in Kleiderschränken, auf dem Dachboden, im Keller oder sogar direkt vor den eigenen Augen Dinge wieder, von denen man gar nicht wusste, dass man sie überhaupt besessen – geschweige denn gebraucht – hat. Eine alte Playstation, voller Eifer gekaufte und doch nie getragene Kleidung, altes Technikzubehör, Möbelstücke und vieles mehr lässt sich ganz einfach online oder auf dem Flohmarkt verkaufen und bringt ein bisschen Taschengeld ein, das du direkt zurücklegen kannst.

6. Lege eine Liste für die Finanzierung an

Schon vor der Weltreise fällt einiges an Kosten an – welche das sind, findest du in einem unserer früheren Beiträge. Ladekabel, Adapter, Koffer und Co. stellen erste Kostenfaktoren da, die man gerne mal unter den Tisch fallen lässt, die sich am Ende aber zu einer hübschen Summe anhäufen. Nicht mit eingerechnet, aber dennoch unbedingt zu beachtetn und oft unverschämt teuer, sind Kosten für eventuelle Impfungen, die je nach Zielland variieren (und unbedingt mit einem Tropenarzt abgesprochen werden müssen). Damit du nicht durcheinander kommst, erstelle dir so früh wie möglich eine Liste, die du ergänzen kannst, wann immer du an etwas denkst, das du brauchen könntest. Manchmal lohnt es sich, mit dem Erwerb bis nach Abflug zu warten (beispielsweise Flipflops – die bekommst du in Thailand, Vietnam und anderen Ländern, in denen man nicht auf dieses Schuhwerk verzichten sollte, deutlich günstiger), oft macht es aber Sinn, diese Dinge schon vorher zu kaufen. Bestes Beispiel: Der Reiseadapter!

7. Selbst kochen statt auswärts essen

Klar, gewisse Anlässe zwingen dich quasi dazu, auswärts essen zu gehen und manchmal hat man auch einfach Lust, an einem Freitag in die Pizzeria zu gehen. Meist – vor allem unter der Woche bzw. an “gewöhnlichen” Tagen – gibt es aber keine Ausrede, warum du nicht zuhause kochen solltest. Ein Wocheneinkauf kostet bei intelligenter Budgetierung etwa so viel, wie ein Abend in einem guten Restaurant, gesünder ist es allemal. Auch hier sparst du mehr, wenn du dir im Voraus eine Einkaufsliste erstellst: Gekauft wird nur das, was explizit auf der Liste steht und für deine Rezepte (die du dir im Voraus überlegt hast) benötigt wird. So vermeidest du unnötige Einkäufe für Lebensmittel, die dann im Kühlschrank schlecht werden und weggeworfen werden müssen. Gerade in Ländern wir Thailand, Vietnam oder Indonesien lebst du von den 30-40 Euro, die du im örtlichen Restaurant ausgibst, mehrere Tage – quasi ein Ausläufer von Tipp eins, in dem wir dir nahelegen, bei jedem Geld-Ausgeben an deine Träume und Wünsche zu denken und entsprechend zu handelt. Your choice!

P.s.: Der Freund/die Freundin freut sich zum Geburtstag übrigens auch über ein selbstgekochtes Menü, vermutlich übertrumpft das sogar den - zugegeben ziemlich einfallslosen - Abend im Restaurant. Kerzen nicht vergessen!

 

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